Karrieremessen zeitgemäß und effektiv nutzen: So geht’s

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14. September 2021
Anna Wolf | 19. April 2022
Talent Relations

Karrieremessen zeitgemäß und effektiv nutzen: So geht’s

Karrieremessen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Sowohl klassische Vor-Ort-Messen, als auch virtuelle Veranstaltungen, sind ideale Gelegenheiten für das Kennenlernen möglicher zukünftiger Mitarbeiter:innen. Wie viel Nutzen die Recruiting-Abteillungen am Ende aber tatsächlich von Studentenmessen, Azubi-Messen & Co. haben, hängt von der richtigen Messe-Strategie ab: Genügt ein einfaches "sehen und gesehen werden", oder sollen interessante Talente mit einer modernen Strategie langfristig gehalten und in das Unternehmen geholt werden?

Auf Karrieremessen können sich Arbeitgeber präsentieren, ihre Employer Brand nach außen tragen, Interessierte kennenlernen und von sich überzeugen. Dabei lohnt es sich auch, aus der „Comfort Zone“ auszubrechen, neue Dinge zu probieren und Messebesucher:innen mit kreativen Konzepten, Gewinnspielen oder ausgefallenen Giveaways an den Stand zu locken. Der Kreativität sind bekanntlich keine (oder wenige) Grenzen gesetzt.

Sind Besucher:innen einmal auf den Messestand – und damit auf das Unternehmen – aufmerksam geworden, hilft der persönliche Austausch beiden Seiten, Arbeitgebern und Interessierten, eine erste emotionale Bindung mit dem Gegenüber aufzubauen und dessen Potenzial einzuschätzen.

 

Einmalige Messekontakte zu langfristigen Beziehungen machen

Einmalige, isolierte Kontakte auf einer Messe geraten jedoch schnell in Vergessenheit und sind nicht viel wirksamer als eine Fernsehwerbung, die nur ein einziges Mal ausgestrahlt wird. Darum liegt für Unternehmen die Kunst darin, jeden Messekontakt zum Beginn einer längerfristigen Beziehung zu machen, und so die möglichen zukünftigen Mitarbeiter:innen durch regelmäßige Kommunikation mit der Zeit immer mehr an das Unternehmen zu binden. Denn je größer die Bindung zwischen Job-Interessent:in und dem Arbeitgeber bei der Bewerbung oder einem Job-Angebot ist, desto größer sind die Erfolgsaussichten.

 

Vernetzen mit Interessierten: Möglichst einfach, möglichst langfristig

Um mit möglichen zukünftigen Mitarbeiter:innen in Kontakt zu bleiben, müssen Unternehmen zumindest ein paar Basis-Informationen der Talente erfassen. Neben Name und Kontaktdaten bieten sich dabei auch der Beruf bzw. die Ausbildung der Talente an, sowie der Zeitpunkt eines etwaigen Ausbildungs-Endes an. Ein zusätzlicher CV wäre ideal, ist aber in vielen Fällen nicht erforderlich. In jedem Fall braucht es aber eine DSGVO-konforme Zustimmung zur Speicherung und Nutzung der Talente-Daten.

Zur Erfassung dieser Daten sind händisch auszufüllende Fragebögen und Excel-Listen aufgrund der DSGVO – aber auch aus praktischen Gründen – heutzutage kaum noch im Einsatz. Auch eine Vernetzung auf LinkedIn & Co hat meist nur einen kurzfristigen Effekt: Nachrichten des Unternehmens gehen meist im “LinkedIn-Rauschen” unter, und spätestens dann, wenn die mit den Talenten über LinkedIn vernetzte Mitarbeiterin das Unternehmen verlässt, reißt der Kontakt endgültig ab.

Das moderne Werkzeug, um den Kontakt mit interessanten Talenten möglichst einfach und langfristig zu halten, sind Talent Relationship Management-Systeme – kurz TRMs. Sie ermöglichen den Aufbau eines eigenen “Talent Pools”, samt unkomplizierter Erfassung, Verwaltung und Kommunikation mit vielen Talenten aus unterschiedlichen Quellen. Zur Registrierung im Talent Pool eines Unternehmens erhalten Talente im Normalfall einen Link, der sie auf eine einfache Anmeldemaske führt. Dort sind die wichtigsten persönlichen Daten einzugeben und in vielen Fällen auch ein CV hochzuladen.

 

TRM verkauft sich nicht von selbst , auch nicht auf Messen

Ein häufiger Stolperstein für Unternehmen, die in der Nutzung von TRM noch unerfahren sind, ist die Annahme, interessante Talente würden sich aus eigenem Antrieb im Talent Pool des Unternehmens registrieren – aus reinem Interesse am Unternehmen und dessen Jobs. Leider weit gefehlt! Unternehmen, die Karrieremessen am Abend mit einer großen Zahl an neuen Talenten in ihrem TRM verlassen, haben ihre Mitarbeiter:innen zuvor gut gebrieft: Jede Besucherin und jeder Besucher des Messestandes muss im persönlichen Gespräch nicht nur vom Unternehmen überzeugt, sondern auch in den “Talentepool”, die “Talent Community” oder das “Talentenetzwerk” des Unternehmens – wie auch immer man den eigenen Talent Pool nach außen hin bezeichnet – eingeladen werden. Denn nur Talente, die vom Nutzen einer Talent Pool-Teilnahme überzeugt sind, geben ihre persönlichen Daten bereitwillig weiter und wenden ein paar Minuten ihrer Zeit auf, um sich zu registrieren.

 

Auf der Messe sind alle im Stress - auch die Besucher:innen!

Messen bedeuten Stress, für Aussteller:innen genauso wie für Besucher:innen. Eine Vielzahl an Inhalten, Geräuschen, optischen Eindrücken sowie das andauernde Gefühl, etwas zu verpassen, fordert alle Beteiligten. Daher ist auch die Messebesucher:innen, sich direkt vor Ort Zeit zu nehmen, um sich im Talent Pool eines Unternehmens zu registrieren, sehr niedrig. Zudem ist meist auch kein PDF eines aktuellen CVs zur Hand.

Eine Möglichkeit, um eine Registrierung direkt auf der Messe zu umgehen, ist das Verteilen von Flyern, Stickern und anderen Giveaways, die den Link zur Talent Pool-Registrierung in Textform oder als QR-Code enthalten. So können interessierte Talente sich, wieder zu Hause angekommen, in aller Ruhe im Talent Pool des Unternehmens anmelden. Theoretisch.

In der Praxis hat dieser Art der Talent Pool-Registrierung leider eine eher niedrige Conversion Rate: Nur etwa 1 von 10 Talenten, das auf einer Karrieremesse persönlich in den Talent Pool eines Unternehmen eingeladen wurde, entdeckt nach der Messe in einer Fülle von Unterlagen den Einladungs-Flyer des Unternehmens wieder und registriert sich.

 

Der Gold-Standard heute: Nachgelagerte Registrierung mit Remindern

Die Methode, die zurzeit die höchste Conversion Rate hat, ist eine nachgelagerte Talent Pool-Registrierung mit automatischen Registrierungs-Remindern: Talente registrieren sich direkt auf dem Messestand des Unternehmens nur mit ihrer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer über ein dort aufgestelles Tablet. Am Tag nach der Karrieremesse erhalten sie per E-Mail oder WhatsApp automatisch eine Nachricht, die sie an die Registrierung im Talent Pool des Unternehmens erinnert, und ihnen nochmals die damit verbundenen Vorteile in ihr Gedächtnis ruft. Falls sie diesen Reminder ignorieren, erhalten sie etwa 5 Tage später noch eine weitere, anders formulierte Nachricht. So finden immerhin etwa 6 von 10 Messekontakten den Weg in den Talent Pool des Unternehmens.

 

Karrieremesse-Erfolg wird endlich messbar

Die Registrierung von Messebesucher:innen im eigenen Talent Pool hat für Unternehmen auch noch einen weiteren großen Nutzen: Messe-Erfolg wird endlich quantifizierbar. Wenn Sie von einer Karrieremesse nur 10 Talente mitnehmen, obwohl sie sonst üblicherweise 20 Talente pro Tag und Mitarbeiter:in für sich verbuchen können, sollte man diese Messe hinterfragen. Vielleicht haben sich ihr Messeauftritt, ihre Employer Brand oder ihre Zielgruppe geändert?

 

Das richtige TRM-System macht den Unterschied

Um Karrieremessen optimal zu nutzen, und das Beste aus dem eigenen Investment in Messeauftritt und Mitarbeiter:innen vor Ort zu machen, brauchen Unternehmen ein TRM-System, das sie voll unterstützt. Als eines der führenden TRM-Systeme in der DACH-Region ermöglicht myVeeta nicht nur den einfachen Aufbau langfristiger Beziehungen mit Ihren Talenten. myVeeta verfügt auch über alle Funktionen, die Sie für eine erfolgreiche Karriereremessen-Teilnahme benötigen. Samt nachgelagerter Talent Pool-Registrierung und automatischen Remindern.

 

Möchten Sie erfahren, wie myVeeta Ihrem Unternehmen helfen kann, ihr Investment in Karrieremessen wirklich effektiv und nachhaltig zu nutzen? Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Gespräch mit einem unserer TRM-Experten!