WhatsApp, Telegram, SMS & Co – an mobiler Kommunikation mit Talenten führt kein Weg vorbei

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WhatsApp, Telegram, SMS & Co – an mobiler Kommunikation mit Talenten führt kein Weg vorbei

Portrait JuliaJulia Fritz ist Customer Success Specialist und Marketing Managerin bei myVeeta. Sie unterstützt Unternehmen bei der Planung und Einführung von Talent Relationship Management Lösungen. Julia studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien.

 

Der Trend zur mobilen Kommunikation im Recruiting ist unbestritten. Auch bei der Kommunikation mit Talenten im Rahmen von Talent Relationship Management (oder Candidate Relationship Management) Programmen nutzen immer mehr Unternehmen mobile Kanäle.

Doch wann macht es wirklich Sinn, mobile Kommunikation im Unternehmen zu etablieren? Welcher Aufwand ist damit Verbunden und vor allem, welchen Nutzen kann man daraus ziehen?

Talente schnell und einfach erreichen

Aus praktischer Sicht ist bei der Nutzung mobiler Kommunikation besonders die einfache, schnelle Erreichbarkeit von Talenten hervorzuheben, da die meisten SMS- und WhatsApp-Nachrichten direkt bei Erhalt gelesen werden. Im Gegensatz dazu werden E-Mails auf Mobiltelefonen oft gar nicht als “Push-Mitteilungen“ angezeigt, und bekommen daher deutlich weniger Aufmerksamkeit. Außerdem gehen sie immer wieder in einer Fülle von Newslettern und Spam-E-Mails unter, oder werden am Ende gar nicht mehr auf dem Mobiltelefon empfangen.

Die Nutzung mobiler Kommunikation hat darüber hinaus ganz klare Vorteile für die Positionierung der Arbeitgebermarke. Durch den Dialog mit Talenten auf deren gewohnten Kommunikationskanälen positionieren sich Unternehmen als moderne und attraktive Arbeitgeber am Puls der Zeit.

Direkt und persönlich, statt umschweifend und förmlich

Die Kontaktaufnahme über WhatsApp oder SMS wird von Talenten als viel persönlicher und individueller empfunden als die Anschrift per E-Mail. Dies ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass man sich in derselben Kommunikations-Sphäre bewegt, wie es Talente auch im privaten Bereich tun.

Außerdem verlangt mobile Kommunikation seit jeher nach kurzen Nachrichten, was sie inhaltlich automatisch knapper, präziser und meist auch persönlicher macht. Dadurch wird es für Unternehmen möglich, ihre Talente mit kurzen, individuellen Nachrichten anzusprechen, was wiederum die Antwortrate ganz wesentlich erhöht. Bei einigen myVeeta-Kunden ließen sich im letzten Jahr Antwortraten von bis zu 98% beobachten.


Schon lange kein Jugend-Phänomen mehr

Dabei belegen Daten aus den Talentepools von myVeeta-Kunden, dass es nicht nur junge Personen sind, die WhatsApp, Telegram, SMS & Co. bevorzugen: Die Nutzung mobiler Kanäle verteilt sich sehr gleichmäßig über alle Alters- und Ausbildungs-Schichten.

Mittlerweile möchten bereits 71% aller Talente in den Talentepools von myVeeta-Kunden die Nachrichten der Unternehmen per WhatsApp oder SMS erhalten, und nicht per E-Mail. Tendenz steigend.

Mobile Kommunikation, ja bitte – aber wie?

Moderne Lösungen und Tools machen es für Unternehmen heute immer einfacher und attraktiver, mit ihren Talenten über mobile Kanäle zu kommunizieren. Dabei gilt es jedoch, drei wesentliche Punkte zu beachten:

  1. Zusatzaufwand vermeiden

    Die mobile Kommunikation mit Talenten sollte möglichst nahtlos in die Unternehmensprozesse integriert werden. Anderenfalls entsteht bei der mobilen Kontaktaufnahme mit Talenten oft Zusatzaufwand, der die interne Akzeptanz im Unternehmen – und damit auch die Nutzung – spürbar reduziert. Im Idealfall benötigen Recruiter nur eine einzige (Online-)Oberfläche, wie den myVeeta Talent Explorer, um Nachrichten an Talente über sämtliche verfügbaren Kanäle (WhatsApp, SMS, Telegram, E-Mail etc.) zu senden bzw. zu empfangen.

  2. Der richtige Kanal

    Der bevorzugte Kommunikationskanal ist jedoch von Person zu Person verschieden. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass jedes Talent selbst bestimmen kann, wie es vom Unternehmen kontaktiert wird. SMS und WhatsApp zählen momentan zwar zu den Favoriten, Außenseiter wie Telegram und Signal sind immer mehr auf dem Vormarsch. Zudem hat auch auch das klassische E-Mail noch seine Anhänger. Daher überlässt man die Auswahl des Kommunikationskanals idealerweise den Talenten selbst. Am besten fragt man gleich bei der Registrierung nach dem Lieblings-Kanal, und ermöglicht auch spätere Änderungen.

  3. Die richtige Ansprache

    Mobile Kommunikation ist heute meist eine direkte Verbindung von Menschen mit anderen Menschen. Daher ist es bei der Ansprache von Talenten umso wichtiger, die eigenen Nachrichten relevant, individuell und persönlich zu halten. Natürlich muss der Grundton der Nachricht professionell sein, trotzdem führt aber kein Weg an individueller Begrüßung, relevanten Inhalten und persönlicher Verabschiedung vorbei. Details werden nicht in die Nachricht gepackt, sondern als (idealerweise gekürzte) Links eingefügt.



Fazit

Die Nutzung mobiler Kommunikation im Recruiting lohnt sich heutzutage in jedem Fall. WhatsApp, SMS & Co. geben Ihren Nachrichten einen persönlichen Touch und begeistern – das passende Tool vorausgesetzt – nicht nur Ihre Talente sondern auch die Mitarbeiter. So spart die direkte Kommunikation mit Talenten nicht nur Zeit und senkt Kosten, sondern bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, mit interessierten Talenten sehr einfach eine langfristige Beziehung aufzubauen.